Geschichte des Albrecht-Dürer-Gymnasiums in Hagen

HOME

Albrecht-Dürer-Gymnasium

 

16.4.1915

Gründung als „Kgl. Realgymnasium zu Hagen“ unter Übernahme der Klassen VI-IX der Rektoratsschule der Mariengemeinde in der Goldbergstrasse (gegr. 1863).

Sprachenfolge Latein – Französisch – Englisch.

Vorübergehend weiter in der Goldbergstrasse untergebracht.

April 1919

Umbenannt in Albrecht-Dürer-Realgymnasium auf Vorschlag von StR Predeek

 

1921

Erste Reifeprüfung. Damit staatl. Anerkennung als Vollanstalt

1919-1924

Bau des neuen Gebäudes an der Heinitzstr. Stadt stellte 1914 kostenlos 7000 qm Baugrund und trug die Hälfte der Baukosten. Baukosten veranschlagt mit 421000 Reichsmark, aber kriegsbedingt wurde der Entwurf in preiswerterer Ausstattung unter Leitung des Reg.- und Dombaumeisters a.D. Erich Schmidt aus Berlin ausgeführt. Besondere Förderung durch den OB von Hagen, Cuno.

 

 

Bild aus 20er oder 30er Jahren. Man beachte die Dorischen Säulen im Eingang

9.9.1924

Beginn des Unterrichts. Einweihungsfeier am 29./30.9.: Festgottesdienste, Festessen und Festabend im Parkhaus. Am Folgetag Fackelzug von der Innenstadt zum Schulgebäude.

1924-1928

Der „Literarische Verein“ des AD blüht auf, ebenso Streich- und Blasorchester.

1929

Rede von StR Czelinski zur Feier der Rückkehr des Luftschiffs „Graf Zeppelin“

1930-33

Wirtschaftl. Niedergang. Sparmaßnahmen treffen auch das AD.

1933

Nach Machtergreifung (damals „Umbruch“ genannt) auch am AD HJ-Werbestunden, Propagandafilm-Vorführungen. Im Sportunterricht auch Wehrkundliche Übungen. Haussportplatz in der Höingstrasse. 11.12. bis Weihnachten erster Landschulheimaufenthalt in Elkeringhausen

1934

Erster Wandertag der gesamten Schule am 24.11.: Abschluss mit einer Langemarkfeier am Bismarckturm.

27.01.1935

Spontane Gegenaktion(?) der Primaner im Stadttheater anlässlich des Schauerdramas „Wittekind“.

1937

Dem bisherigen Direktor Schultz wird die Leitung der Schule genommen. Beginn der Bespitzelung der Lehrer.

 

Lehrerzimmer 1934 mit Kollegium. Stehend OStD Schultz

1938

Umwandlung in altsprachliches Gymnasium (Sprachenfolge: Latein – Englisch – Griechisch) z.T. durch Klassentausch mit Städt. Gymnasium an der Goldbergstr. Abschaffung der Oberprima.

1942

Einrücken der 18jährigen zur Wehrpflicht

1943

Einrücken der Untersekunda als Flak-Helfer

Juli 1944

Auslagerung der Schule nach Stolp in Pommern wg. Luftschutzlage. Nachmittagsunterricht im Stolper Gymnasium. Bei Vorrücken der Russen werden die Schüler nach und nach von den Eltern nach Hagen zurückgerufen, bis sich auch die letzten 10-12 noch rechtzeitig nach Westen absetzen.

Lage 1945

Dach und Fenster schwer beschädigt, Turnhalle/Aula abgebrannt. 1946 teilweise belegt durch Firma Cordes, Städt. Bücherei und Bauwirtschaftsamt.

April 1946

Wiederaufnahme des Unterrichts im alten Gebäude. Zuvor behelfsmäßige Herrichtung von 3 Räumen durch sich langsam wieder einfindende Lehrer.

 

Tätigkeit der Schüler: Schutt wegräumen, Dachpfannen schleppen, Koks schippen. 1946 Auszug der Firmen. Da das AD das einzige brauchbare Gymnasiumsgebäude war, wurde gleichzeitig das Städt. Jungen- und das Städt. Mädchengymnasium einquartiert.

~1946 - 1953

1200 Schüler im Schichtbetrieb. Schulspeisungen. Der Kunstsaal diente als (viel zu kleine) Behelfs-Aula.

1948

Wiedereinsetzen von Wanderfahrten, vorwiegend nach Süddeutschland

12.04.1951

Gründung der SMV (Schülermitverwaltung). Hauptaufgabe zunächst: Pausenaufsicht und Schulmilchversorgung

Juli 1952

Erstes Schulfest nach dem Krieg.

50er Jahre

In der Sporthalle/Aula wird unter Leitung von StR Michalowski der erste Basketball Hagens gespielt.

April 1954

Auszug des Ricarda-Huch-Gymnasiums.

50er Jahre

Einmalig in Hagen: Beide Bekenntnisse (ev./kath.) sind am AD gleichgewichtig vertreten. Lehrermangel in Latein und Musik.

Der Musiksaal wurde früher als Kapelle genutzt. Datum des Bildes dem Autor nicht bekannt

Sommerferien 1954

Renovierung des Gebäudes. Zusätzlich müssen die ersten 3 Wochen nach den Ferien in den Räumen des Fichtegymnasiums (Bergstr.) überbrückt werden

21.11.1958

Gründung des Vereins der Ehemaligen

1961/2

Bau der neuen Turnhalle und Umbau der alten zur heutigen Aula (Pläne: Oberbaurat Rellensmann). (Aula Nov. 62 eingeweiht, Turnhalle 1963)

Um 1960

Gründung des „Symposions“, der Schülerzeitschrift des Albrecht-Dürer-Gymnasiums.

60er Jahre

Die Oberstufenfahrt führt in der Regel nach Berlin. 1960 Beginn des segensreichen Wirkens von H. Weidemann im Musikunterricht und in außerunterrichtlichen Aktivitäten.

1965

Feier zum 50jährigen Bestehen des Albrecht-Dürer-Gymnasiums.

1.1.1974

Die Trägerschaft des AD geht vom Land (Staatliche Schule) auf die Stadt Hagen über.

???

Erste Fahrt nach San Felice.

1975-79

Erweiterungsbau zwischen Haupthaus und Aula. (Baubeginn nicht vor 1977).

1981

Brunnen auf dem Schulhof errichtet. (Gestaltung: Erwin Hegemann).

1985

Französisch wird als 3 Fremdsprache neben Griechisch angeboten.

26.05.1990

Feier des 75jährigen Bestehens des AD mit Festakt in der Aula der IHK mit anschließender Ausgabe der Reifezeugnisse

1995

Englisch als erste Fremdsprache neben Latein zugelassen.

1999

Sanierung der Turnhalle (Glaswand wird ersetzt).

2000

Umbau der Wohnung im linken Anbau zum Lehrerzimmer. Einrichtung eines Freiluftklassenraumes, wie er in der Antike üblich war, direkt hinter dem neugestalteten Zugang zum neuen Lehrerzimmer.

2003

Abriss der alten Schulhofmauer. Ersatz durch Zaun.

17.04.2004

Verabschiedung von Direktor Hegener ab zum Direx

 

Linoleumschnitt aus den 20er oder frühen 30er Jahren

 

Ich bekenne mich hier als Epigone von Dr. J. Bernrieder, der den Großteil dieser Daten für die Festschrift zum 50jährigen Bestehen des

Albrecht-Dürer-Gymnasiums zusammengetragen hat.