1965-1966 Zweiter Umbau

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© Slg. Hückstädt - DSM Fotoarchiv
Mit Geehmigung des ARCHIVIO STORICO della FAMIGLIA COSTA. c/o IL PONTE KS, Genova, Italien
 
Ende 1965 Umbaubeginn zum Zwei-Klassen-Schiff bei Mariotti in Genua
Anfang 1966 Ein Feuer bricht aus und verzögert die Fertigstellung um 40 Tage
18.05.1966 Ablieferung, Beginn einer Kurzkreuzfahrt
 
Costa kaufte das Schiff (siehe nächste Seite) und schickte es zu einem weiteren Umbau in die Mariotti-Werft nach Genua. Ihre Passagiereinrichtungen sollten auf eine Kapazität von 218 Betten in der I. Klasse und 980 in der Touristenklasse gebracht werden. (Eliseo gibt 269 I. Klasse und 996 Touristenklasse an). Außerdem sollte das von der FEDERICO C. gewohnte moderne italienische Dekor auch in den inzwischen altmodisch wirkenden Gesellschaftsräumen Einzug halten. Der Gesellschaftsraum der ersten Klasse mit seinem Säulenschmuck blieb dabei jedoch unangetastet. Die Bar der ersten Klasse wurde aber zur Alassio-Lounge vergrößert. Die Umbauarbeiten kosteten 12 Mio. Dollar, schlossen den Einbau eines modern gestylten Kinos zur gemeinsamen Benutzung durch beide Klassen und die völlige Umgestaltung der Passagierkabinen ein. Auch die beiden Restaurants im Bauch des Schiffes wurden aufgewertet. Die Leitung dieser Umbauarbeiten hatte Nino Zoncada, der bisher bei jedem Costa-Passagierschiff für die Inneneinrichtung verantwortlich zeichnete. Die Modernisierung der Passagiereinrichtungen war jedoch nur möglich, indem der größte Teil der Laderäume in Passagierkabinen verwandelt wurde. Ein Teil der Laderäume wurde allerdings noch für die mannshohen Überseekoffer insbesondere der Auswanderer gebraucht. Das äußere Erscheinungsbild hatte sich durch den Umbau durch das Entfernen der achteren vier Ladebäume zugunsten einer Verlängerung des Sonnen-Decks und die Costa-Farbgebung verändert. Außerdem wurde auf dem Aufenthaltsdeck ein weiterer Pool anstelle des nicht mehr benötigten achteren Ladeschachtes eingerichtet. Den Passagiere der Touristenklasse standen folgende Kabinen zur Verfügung: Auffällig ist das völlige Fehlen von 2-Bett-Kabinen mit 2 Unterbetten, wie es heute Standard ist auf Kreuzfahrtschiffen. Diesen Luxus leistete man sich nur in der 1. Klasse. Die erste Klasse war, wie es damals üblich war, auf den oberen Decks in den Schiffsaufbauten untergebracht. Es blieb bei der Trennung der Aufenthaltsräume für 1. Klasse und Touristenklasse. Beiden Klassen standen jeweils 3 Aufenthaltsräume zur Verfügung und der Große Festsaal (heute nennt man das „Show Lounge“) war beiden Klassen zugänglich. Außerdem gab es für Kinder einen Kinderhort. Die christlichen Messen fanden offensichtlich getrennt nach Klassen statt, da ein eigener Altar im Aufenthaltsraum der ersten Klasse vorhanden war. Die unteren seitlichen Promenaden und der vordere Teil der breiteren, oberen Promenaden waren den 1.-Klasse-Passagieren vorbehalten.

Die Arbeiten sollten in 4 Monaten abgeschlossen sein, aber ein Feuer brach während der Umbauarbeiten aus. Dadurch geriet man 40 Tage in Rückstand. Um die für den 18. Mai 1966 geplante Kurzkreuzfahrt im Mittelmeer wie geplant durchführen zu können, wurden die letzten Arbeiten durch 200 eingeschiffte Arbeiter noch während der Kreuzfahrt erledigt. Die Vermessung wurde trotz der Erweiterungen mit nur noch 13.607 BRT angegeben, wahrscheinlich im Hinblick auf den beabsichtigten gelegentlichen Einsatz für Kreuzfahrten mit ihren langen Hafenliegezeiten. Da Hafengebühren nach der Schiffsgröße festgelegt werden (Kanaldurchfahrtsgebühren übrigens auch !), spart diese Angabe Kosten, und eine Manipulation der Vermessung war damals leicht möglich.
 

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