1865-1948 Die Geschichte der SGTM

 
1865 Gründung als Frachtschifflinie für Eisenerz aus Algerien
1867 Aufnahme des Südamerika-Dienstes
1884-1927 Erstes Dampfschiff "Provence" auf dieser Route
 
Abreißkalender der SGTM
 
Der Beginn einer langen Geschichte

Als sich die Societé Generale de Transports Maritimes à Vapeur (SGTM) nach dem 2. Weltkrieg entschloß, zwei neue Passagierschiffe für die Marseille – Buenos Aires -Route zu ordern, war sie mit 80-jähriger Erfahrung im Südamerikadienst schon eine Traditionslinie. Gegründet 1865 als Eisenerzfrachter-Linie für die Ausbeutung der Mine im algerischen Mokta-el-Habib, hatte sie schon 2 Jahre später zusätzlich den Dienst nach Buenos Aires aufgenommen.

Die Schiffe nach Südamerika waren wegen der langen Strecke über den Atlantik naturgemäß immer die größten Einheiten gewesen. Das war auch bei den beiden in Angriff genommenen Neubauten so; ja sie sollten sogar die größten Liner werden, die die Reederei jemals besaß ! Man beschloß, die Schiffe nach französischen Regionen zu benennen:  TSS. PROVENCE und TSS. BRETAGNE. In der damaligen Zeit, wo ein Passagierschiff dem Zweck diente, Passagiere von einem Land zu einem anderen zu befördern, war es üblich, die Schiffe nach heimatlichen Gefilden oder nach den Zielländern zu benennen.  Das „TSS.“ steht für „turbine steam ship“, zu deutsch Turbinen-Dampfschiff.
Es verwundert daher nicht, daß diese Neubauten nicht die ersten Schiffe waren, die diese Namen trugen. Beide hatten einen Vorgänger, und, wie könnte es anders sein, natürlich bei der SGTM. Die erste PROVENCE war ein dampfgetriebenes Auswandererschiff von im Verhältnis zur seinem modernen Namensvetter bescheidener Länge von 118 Meter, das auf der selben Route nach Argentinien schon ab 1884 fuhr. (Für diejenigen, die es genau wissen wollen: 3874 Tonnen, 12,89 m Breite, 14 Knoten schnell, in Frankreich gebaut, bis 1907 für SGTM, dann für ein spanisches Tochterunternehmen auf der Südamerikalinie bis zur Abwrackung 1927 in Frankreich).
 

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