1960-1965 Zusammenarbeit mit der Reederei Costa

 
Provence in SGTM-Farben
by courtesy of Ian Boyle of Simplon Postcards
 
 
12.04.1961 Erste Fahrt Genua-Buenos Aires nach dem Umbau
1962 Costa chartert die PROVENCE
Sommer 1963 Kreuzfahrten ab New York als Ersatz für die BRETAGNE
 
Am 5. April wurde eine Probefahrt im ligurischen Golf durchgeführt, um die Maschinenanlage zu testen, und am 12. April 1961 fuhr die PROVENCE wieder auf ihrer angestammten Route zwischen Genua und Buenos Aires. Die Routenführung war allerdings etwas geändert. Sie war nicht mehr auf den französischen Markt ausgerichtet (Dakar wurde nicht mehr angelaufen, auch, weil der Senegal inzwischen von Frankreich unabhängig geworden war). Vielmehr wurden intensiver Spanien und Portugal mit ihren traditionell engen Bindungen zu Südamerika einbezogen: So wurde von Genua zunächst zwar erst Marseille angelaufen, dann aber zusätzlich Lissabon, dann die portugiesische Insel  Madeira, bevor die Atlantiküberquerung bevorstand. Diese endete im brasilianischen Recife als erstem südamerikanischen Anlaufhafen. Im Gegensatz zu den Costa-Linern lief die PROVENCE als einzige auch (Salvador de) Bahia an. Durch diese beiden Anlaufhäfen wurde auch der Norden dieses großen portugiesisch sprechenden Landes für den Südamerikadienst erschlossen. Die weitere Linienführung mit Rio, Santos, Montevideo und Buenos Aires glich der alten Route. Im Gegensatz zum Flaggschiff der Costa-Flotte, der FEDERICO C., die die Strecke auf dem schnellsten Weg mit wenigen Anlaufhäfen in 14 Tagen zurücklegte, sollte die PROVENCE, die so wie so kein schnelles Schiff war, möglichst viele Häfen abklappern, die durch die FEDERICO C. nicht bedient wurden. Häufig wurde auch noch in Neapel als zweitem italienschen Einschiffungshafen festgemacht. So war sie mit acht Reisen in beide Richtungen á 19-21 Tagen pro Strecke für das ganze Jahr vollauf beschäftigt. Heimathafen blieb Marseille, wo das Schiff alle 3 bis 4 Reisen einen mehrtägigen Aufenthalt hatte, wahrscheinlich aus technischen Gründen. Die Reisen verliefen erfolgreich genug, daß Costa im folgenden Jahr (1962) einen festen Chartervertrag mit SGTM schloß.
 
Provence 1961-5    ©Deutsches Schiffahrtsmuseum, Bremerhaven
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Während dessen war ihre Schwester BRETAGNE (inzwischen umbenannt in BRITTANY) an die  amerikanische Caribbean Cruise Line für das 1963er Sommergeschäft in der Karibik-Kreuzfahrt verchartert worden. Da bot sich für SGTM die Möglichkeit, das Schiff an den vorherigen Charterer Chandris zu verkaufen. Da diese nun nicht mehr für Karibik-Kreuzfahrten zur Verfügung stand, wurde die PROVENCE an ihrer Stelle für die 1963er Saison nach New York geschickt , um von dort aus Karibikkreuzfahrten durchzuführen. Während ihr unglückliches Schwesterschiff noch im Frühjahr 1963 bei einer Maschinenreparatur in der griechischen Werft von Skaramanga Feuer fängt, ausbrennt und ihr kurzes Leben daraufhin auf der Abwrackwerft beschließt, kehrte die PROVENCE nach Ende der Kreuzfahrt-Saison auf ihre Südamerika-Route zurück.
 
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